Montag, 06. August 2018

Mitmachideen locken trotz großer Hitze

Vom ersten Kulturufer mit dabei ist die Aktionswiese des Spielehauses. „Und die Aktionswiese zeigte auch im 34. Jahr, dass sie ihren Namen völlig zu Recht trägt, immer in Bewegung bleibt und sich jedes Jahr weiterentwickelt“, sagt Margarete Beck, Leiterin des Spielehauses. „Hunderte von Kindern und Eltern nutzten Spiele, Werkstätten, Theateraktionen und wurden unterstützt von einem 30-köpfigen Team erfahrener Betreuerinnen und Betreuer.“

Die große Hitze dieses Jahres war auch auf der Aktionswiese bemerkbar, der Besucherandrang war zurückhaltender und verschob sich auf den späteren Nachmittag.  Viele Kinder vermissten schmerzlich die Wasserrutsche, die nach 30 Jahren Einsatz ausgemustert werden musste. Dafür haben Spritzblumen, Rasensprenger und eine Dusche für Abkühlung gesorgt. Und die neue 24 m lange Rollenrutsche garantierte kräftigen Fahrtwind für die  Kleinen.

Lange Warteschlangen gab es wieder in den Werkstätten, in denen das Handwerk mit Holzbearbeitung, Schnitzen, Metall und Stein für Kinder und Erwachsene zum Erlebnis wurde. „Etwas mit den eigenen Händen schaffen, Arbeitsprozesse erfahren und praktisches Lernen wird für viele immer wichtiger“, sagt Margarete Beck.

Und auch sonst war viel los: „Herr Herbert“ hat wieder alle verzaubert mit seinen süßen und sauren Bären und seinem Talent Menschen liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht nur die Kinder, sondern auch das Spielehausteam liebten ihn.

Neue Wege beschritt das Aktionswiesen-Team mit Theateraktionen zum Mitspielen, wie das Lobbüro und das Geisterkabinett GruselGewusel. Beide Aktionen kamen gut an bei Familien, die sich gerne auf Neues einlassen und sich spannenden Herausforderungen stellen. Dazu gehörte auch das zweitägige Fotoprojekt „Chalkboard Photos“: Familien haben auf riesige Tafeln Bilder wie Raumschiffe, Delfine oder Hängematte unter Palmen gemalt und wurden mit diesen fotografiert. Dabei entstand eine kleine Ausstellung. „Die Resonanz war überwältigend, wie auch bei den Theateraktionen – immer wieder haben sich die Besucher bedankt für die tollen Mitmachideen“, betont Beck. „Das Konzept ist aufgegangen und wir haben Impulse gesetzt für Kreativität und Familienzeit.“

Die Künstlergruppe „Sanfte Strukturen“ ist auf die Aktionswiese zurückgekehrt und hat mit ihren fantasievollen Vögeln alte und neue Fans gefunden. Der Zirkus Luftikus hat unzählige Kinder zu Artisten gemacht und zum Abschluss  hieß es täglich „Manege frei“, und die frisch ausgebildeten Zirkuskünstler zeigten strahlend, was sie gelernt hatten.

Spiel verbindet, macht Spaß und ist grenzenlos: So haben auch die Fadenspieler wieder viele begeistert. Technik erleben und begreifen, gab es wieder mit der Wissenswerkstatt beim Löten von Schaltkreisen und es wurde klar – ohne Technik läuft nichts.